spielkultur in China.

Der Fußball wird in der Volksrepublik China immer populärer. Vielerorts mangelt es jedoch am notwendigen Fachwissen, um Talente zu erkennen und effektiv zu fördern. In einem Land mit über 1,3 Milliarden Einwohnern liegt der Schluss nahe, dass hier fußballerisches Potential nicht voll ausgeschöpft wird. Die chinesische Zentralregierung hat – nicht zuletzt durch die Fußballbegeisterung von Regierungschef Xi Jinping – den Handlungsbedarf erkannt und den Fußball auf die politische Agenda gesetzt. Ziel ist es langfristig eine konkurrenzfähige Nationalmannschaft wie auch eine attraktive Liga aufzubauen. In der Transferperiode zu Beginn des Jahres 2016 investierten die Vereine aus der Chinese Super League (CSL) über 250 Millionen Euro in neue Spieler.


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(Manager Magazin 05.02.16)


Derzeit kommen diese Spieler noch hauptsächlich aus dem Ausland und sollen der Liga einen gewissen Glamour-Faktor verleihen. Geht es nach spielkultur und unseren chinesischen Partnern, wird sich diese Entwicklung in Zukunft ändern und verstärkt auf einheimische Talente gesetzt.

Eine solche Entwicklung vollzieht sich natürlich nicht von heute auf morgen. Talententwicklung muss langfristig geplant und nachhaltig gestaltet werden. Es bedarf der Geduld und optimalen Förderung von Spieler- und Trainertalenten, um den Weg an die Spitze zu schaffen.

Die Volksrepublik China befindet sich fußballerisch derzeit zwar im Aufbruch, es wird aber noch dauern, bis die ersten chinesischen Profis den Sprung in europäische Topligen schaffen. Dafür müssen zunächst in China die nötigen Schritte unternommen werden, um Talente entdecken und fördern zu können. Dabei möchten wir unsere chinesischen Partner unterstützen und unsere Begeisterung sowie das Fachwissen aus dem Land des FIFA Weltmeisters ins Reich der Mitte exportieren.

Um dieses Vorhaben optimal umsetzen zu können, gründen wir derzeit eine ‚wholly foreign owned enterprise‘ (WFOE) in China und haben unseren Branchmanager permanent vor Ort. Außerdem entsenden wir regelmäßig deutsche Experten, die dabei helfen Trainer, Lehrer und Professoren fußballerisch auszubilden, Spieler zu fördern und natürlich mit unserer Expertise dazu beitragen die notwendige fußballerische Infrastruktur zu schaffen. Als derzeit 62. der FIFA-Weltrangliste der Männer hat China noch einen langen Weg vor sich.

Wir sind überzeugt, dass der chinesische Fußballmarkt ein aufstrebender ist und unsere Projekte zukünftig dabei helfen werden den Fußball in China voranzutreiben.

Ein erster Schritt – Sommercamp mit Eintracht Frankfurt.

eintrachtBereits im August 2015 gingen wir mit spielkultur die ersten wichtigen Schritte zur Förderung des Fußballs in China. In Kooperation mit der Fußballschule des Bundesligavereins Eintracht Frankfurt richteten wir auf dem Gelände der Yali High-School in Changsha, Hunan ein Fußball Sommercamp aus.

 Spürbare Begeisterung

Die deutschen Experten freuten sich in den zwölf Tagen des Fußballcamps über einen begeisterten Empfang und eine Vielzahl an Teilnehmern. Sowohl fußballbegeisterte Kinder und deren Eltern als auch Trainer kamen, um von der Expertise der Trainer von Eintracht Frankfurt und spielkultur zu profitieren. Zunächst konnte sich jedes Kind über eine komplette Fußballmontur der Eintracht freuen, was den Enthusiasmus der Teilnehmer zusätzlich befeuerte. So erstklassig ausgerüstet, waren die Kinder mit glühender Begeisterung bei jeder Übung voll dabei und hingen bei den Erläuterungen wissbegierig an den Lippen der Coaches.

Dabei offenbarte sich bereits das ein oder andere Talent, sodass wir von spielkultur in unserem Vorhaben den Fußball in China zu fördern, bestärkt wurden.

Mehr als 250 Trainer

bild2Nicht nur die Kinder nahmen voller Tatendrang an dem Camp Teil. Mehr als 250 Trainer aus der Umgebung von Changsha kamen, um sich die Einheiten der deutschen Trainer anzuschauen und von ihnen zu lernen. Dabei wurden sie auch selber auf dem Platz aktiv, um die Übungen zu erfahren und eine genaue Vorstellung davon zu bekommen, was es heißt ein kind- und entwicklungsgerechtes Training zu gestalten, das die Talente optimal fördert.

Dabei zeichneten sich auch die Trainer durch ihre Lernbereitschaft und ihren Enthusiasmus aus und ließen sich von der Begeisterung der deutschen Coaches nur allzu gerne anstecken.